16 November 2013

Bucharten...


es gibt Unterscheidung nach Herstellungsart

Beutelbuch: Mittelalterliche Sonderform. Es kann wie ein Beutel getragen und am Gürtel befestigt werden.
Book-on-Demand: Digitaldruck auf Nachfrage; Buch hergestellt in Kleinstauflage ab einem Exemplar, jederzeit können weitere Exemplare gedruckt werden.
Broschur: Buchblock mit verschiedenen Arten des weichen Umschlags, in der Regel klebegebunden.
E-Book (Elektronisches Buch): in verschiedenen Formaten, elektronisch gespeichert, zum Teil nur auf Bildschirm lesbar, zum Teil druckbar.
Faksimile: originalgetreuer Nachdruck historischer Ausgaben.
Hardcover: Fester Einband, klebegebunden oder mit Fadenheftung.
Hörbuch: Hier lesen Autoren oder (häufiger) ein Erzähler (manchmal mehrere Erzähler in Rollen) die Texte eines schon vorhandenen Buches vor. Teilweise werden auch Hörspiele, also in Rollen gelesene oder als Hörstück bearbeitete und interpretierte Fassungen unter der Bezeichnung Hörbuch vertrieben. Hörbücher werden auf Audio-CDs/Musikkassetten bzw. als Computer-Audiodateien verkauft und verbreitet. Zum Teil gibt es sie auch über Podcasts meist kostenfrei im Internet.
Kodex (Plural: Kodizes): Buch in der heute bekannten Form (zum Aufklappen). Diese Form löste im Frühmittelalter die bis dahin vorherrschende Schriftrolle ab. Der Erfolg des Kodex steht in engem Zusammenhang zur Ausbreitung des Christentums.
Loseblattsammlung: Einzelne, austauschbare Seiten in einem oder mehreren Ordnern (z. B. als Ringbuch, hier ist nicht die umgangssprachliche Verwendung von Loseblattsammlung gemeint, die kein Buch darstellt).
Miniaturbuch: Sehr kleines Buch. Meist in Herstellungsgröße komprimierte verkleinerte Form eines Großbuches. Zu unterscheiden vom Taschenbuch durch Hardcovereinband.
Paperback: Mit weichem Einband und meistens mit Klebebindung versehen, früher auch Fadenbindung.
Taschenbuch: Kleinformatiges Buch, meistens Paperback, zum Transport geeignet.
Vorzugsausgabe: zumeist für Bibliophile hergestellte kleine Teilauflage eines Titels in besonderer Ausstattung (Einband, Papier, Buchschmuck, Illustrationen)


Gliederung von Büchern
  1. Titelblatt, Impressum
  2. Inhaltsverzeichnis
  3. Vorwort. Geleitwort. Konventionen
  4. Einleitung
  5. Kapitel
  6. Nachwort
  7. Anhang
  8. Anmerkungen. Kommentare. Nachweise.
  9. Verzeichnisse, Register: Literatur, Sachen, Stichwortverzeichnis, Personen, Orte, Abbildungen. Abkürzungen, Siglen.
  10. Abbildungen, Bildtafeln. Dokumente.
  11. Beilagen
  12. Verlagswerbung

Gliederung von Buchseiten

Ränder
Satzspiegel
Kolumne, Spalten
Marginalie, Anmerkung, Fußnote, Endnote, Annotation, Glosse
Kopfzeile, Kolumnentitel
Fußzeile
Pagina, Seitenzahl


Materialelemente des Buches
Das Buch ist heute in erster Linie ein Gebrauchsgegenstand. Das heißt, dass das Buch gewissen Nutzungsbedingungen ausgesetzt ist. Diesen muss das Material entsprechen. Es soll strapazierfähig, reißfest, biegsam, leicht, ästhetisch und vieles mehr sein. Einige Materialien sind hier aufgeführt:
  • Papier: Nicht nur der Buchblock, also der eigentliche Textteil, besteht aus Papier. Auch das gesamte Vorsatz  besteht aus Papier – allerdings aus anderen Papiersorten als der Textteil. Auch der Textteil kann aus den unterschiedlichsten Papiersorten bestehen, hier gibt es viele günstige und auch teure Varianten. Das Papier bestimmt somit unter anderem den Preis eines Buches. Welches Papier für ein Buch gewählt wird, entscheidet in der Regel der Buchgestalter.
  • Pappe: Der Einband eines Buches besteht in der Regel aus fester Pappe, die mit verschiedenen Bezugsmaterialien bezogen ist. Auch der Schuber besteht meist aus Pappe.
  • Bezugsmaterial, zum Beispiel mit Gewebe, Leinen, Papier, Leder oder Pergament.
  • Stoffe: Für das Kapitalband oder ein Lesebändchen werden spezielle Bänder, meist aus Seide, hergestellt und in verschiedenen Farben eingefärbt.
  • Farbe: Nicht nur der Buchumschlag kann farblich gestaltet werden, sondern auch der Buchschnitt. Diese Schnittverzierungen dienen nicht nur zur Zierde des Buches, sondern auch zum Schutz vor Lichteinwirkung und Verschmutzung.



Bestandteile des Buches
Ein Buch muss beweglich, aber auch stabil sein. In der Buchherstellung durchläuft es viele Prozesse, die Einzelteile werden meist getrennt hergestellt und schließlich zusammengefügt.

Der Buchblock mit seinen bedruckten Seiten wird vom Vorsatz mit dem Bucheinband verbunden. Dabei befindet sich jeweils ein Vorsatz an der oberen und unteren Seite des Buchblocks. Diese sind durch Gaze und Leim mit dem Buchrücken sowie durch den Spiegel mit der Buchdecke verbunden. Um die Buchdecke legt sich das Bezugsmaterial. Zusammen ergeben diese Elemente den Bucheinband. Die nach außen „abklappbaren“ Elemente des Einbandes nennen sich Deckel, bei gebundenen Büchern, oft auch Hardcover genannt, wird um den Bucheinband noch ein Schutzumschlag gelegt. Die drei Kanten des Buchblocks, an denen man das Buch öffnen kann, nennen sich Kopf- (oben), Vorderer und unterer Schnitt. Ein farblich gestalteter Schnitt hat Schnittverzierungen. Das farbige Bändchen oben und unten am Buchrücken nennt sichKapitalband, das Lesezeichen – oben im Buchrücken befestigt – nennt sich Lesebändchen.

Buchgestaltung
Durch die Buchgestaltung wird das gesamte Aussehen, der Aufbau und die Materialien des Buches konzipiert. Durchgeführt wird sie in der Regel von einem Buchgestalter, Künstler und/oder Typografen. Neben Schrift, Titelei, Pagina, Papiersorte, Lesebändchen und Kapitalband wird auch der Einband gestaltet – die heute vermutlich wichtigste Aufgabe: Der Einband muss neugierig machen, spannend sein und die Aufmerksamkeit auf sich ziehen. Der Einband soll den potentiellen Leser zum Kauf oder Verleih einladen.

Diverses

  • Die Bibel ist das meistgedruckte und am weitesten verbreitete Buch der Welt. Es existieren Gesamtübersetzungen in 451 Sprachen und Teilübersetzungen in weiteren 2479 Sprachen.
  • Die Redewendung ein Buch aufschlagen soll daher stammen, dass früher alle Bücher mit einer Schnalle geschlossen wurden, um die Seiten glatt zu halten. Zum Öffnen war es nötig, mit der flachen Hand auf das Buch zu schlagen, um die Schnalle öffnen zu können.
  • Das kleinste Buch der Welt stammt aus dem Leipziger Verlag Faber & Faber. Mit 2,4 auf 2,9 Millimeter ist es vergleichsweise so groß wie ein Streichholzkopf. Die 32 Seiten sind mit Buchstabenbildern im Offset bedruckt und in Handarbeit ledergebunden.
  • Im Jahr 2004 brachte der Autohersteller Mazda einen Bildband mit dem wohl größten Format der Welt heraus: 3,07 m × 3,42 m.
  • Der Internetkonzern Google schätzt, dass es im August 2010 rund 130 Millionen verschiedene Bücher auf der Welt gibt, räumt aber ein, dass dies auch eine Frage der Definition sei.
  • Zu den wertvollsten und teurersten Büchern zählen u. a. der Codex Manesse, welcher im Zuge einer Ausstellung 2006 für 50 Mio. Euro versichert werden musste. Das Evangeliar Heinrichs des Löwen wurde am 6. Dezember 1983 im Londoner Auktionshaus Sotheby’s für 32,5 Millionen     D-Mark versteigert. Ein Werk von John James Audubons Birds of America, eine Subskriptionsausgabe, erzielte bei einer Christie's-Auktion im Jahr 2000 den rekordträchtigen Preis von mehr als 8,8 Mio. USD. Eine Erstausgabe des Buches De Revolutionibus Orbium Coelestium aus 1543 von Nikolaus Kopernikus erzielte 2008 während einer Versteigerung bei Christie’s in New York 2,2 Mio. USD.
  • Leinenbuch
  • Sibyllinische Bücher
Nächstesmal werde ich dann auf die einzelnen Themen der Reihe nach so nach und nach eingehen.

(Quelle: Wikipedia)